Ich war heute im Baumarkt – Blumen fürs Lädchen kaufen. Übers Wochenende will ich nämlich die Pflanzschalen neu bestücken, damit es endlich auch wieder VOR dem Lädchen nach Frühling und Sonne aussieht. Die angesetzten Samen brauchen nämlich noch eine Weile …
Und da habe ich es gesehen: Eine Tragemama mit Manduca und Kind mit Blickrichtung nach vorn
Puuh. Ich hatte zwar schon gehört, dass es Mamas geben sollen, die es irgendwie schaffen, ihr Baby so in die Manduca zu setzen, aber mit eigenen Augen hatte ich es noch nicht gesehen.
Ich gehe immer primär davon aus, dass Eltern, die ihr Kind mit Blickrichtung nach vorn tragen, ihrem Kind nichts Böses wollen. Schließlich gibt es genug Tragen, die mit dieser Trageweise werben – und außerdem: Wenn der Kleine jetzt mehr sehen will, dann dreht man ihn halt um … reine, vermeintlich richtige Logik.
Ok, soweit, so gut.
Was ich nicht verstehe ist, dass diese Eltern nicht sehen, dass irgendetwas nicht stimmen kann an dieser Trageweise. Die Babys hängen förmlich, die Beine baumeln, alles ist so instabil, dass oftmals noch abgestützt werden muss. Es sieht schon unbequem aus. Und es ist weder kuschelig für den Nachwuchs, noch für die Eltern. Eigentlich müsste da doch ganz instinktiv der Gedanke aufkommen, dass es so nicht optimal sein KANN.
Und heute in der Manduca erst recht – das Kind wurde irgenwie reingequetscht, war total überspreizt, hat auch gejammert und Mama musste die ganze Zeit festhalten.
Ich habe überlegt, ob ich sie anspreche. Das ist immer so eine heikle Sache und es kommt auf die Situation an. Weihnachtsmarkt auf dem Moritzhof: Eltern kommen mit Gruseltrage rein – ok, da kann man schnell einen vorsichtigen Ansatz finden. Aber ungefragt Ratschläge zu geben, ist immer schwer.
Zumindest habe ich genau an dieser Stelle wieder bereut, nicht schon längst meinen geplanten Trippel-Trappel-Du-trägst-das-ist-toll-aber-bitte-richtig-Flyer umgesetzt UND dabei zu haben (ich weiß, dass es den Anti-nach vorn-Tragen-Flyer gibt, ich hätte gern einen angepassten für Magdeburg und für mich
).
Also in dem Sinne: Niemals – egal in welcher Trage – ein Baby vorn mit dem Gesicht in Laufrichtung tragen. Immer mit dem Gesicht zum Körper!
Und auch immer daran denken – Eltern sind auch nur Menschen und handeln nach bestem Wissen und Gewissen. Aber manchmal fehlen eben die geeigneten Informationen.
Deshalb gilt: Wann immer es möglich ist – tragt euer Kind (und zwar richtig) und lebt das richtige Tragen vor! Das kuschlige, bequeme, gesunde …
Danke









