Heute ist es passiert …

19. April 2013

Ich war heute im Baumarkt – Blumen fürs Lädchen kaufen. Übers Wochenende will ich nämlich die Pflanzschalen neu bestücken, damit es endlich auch wieder VOR dem Lädchen nach Frühling und Sonne aussieht. Die angesetzten Samen brauchen nämlich noch eine Weile …

Blumen für das Lädchen

Blumen für das Lädchen

 

Und da habe ich es gesehen: Eine Tragemama mit Manduca und Kind mit Blickrichtung nach vorn :-(

Puuh. Ich hatte zwar schon gehört, dass es Mamas geben sollen, die es irgendwie schaffen, ihr Baby so in die Manduca zu setzen, aber mit eigenen Augen hatte ich es noch nicht gesehen.
Ich gehe immer primär davon aus, dass Eltern, die ihr Kind mit Blickrichtung nach vorn tragen, ihrem Kind nichts Böses wollen. Schließlich gibt es genug Tragen, die mit dieser Trageweise werben – und außerdem: Wenn der Kleine jetzt mehr sehen will, dann dreht man ihn halt um … reine, vermeintlich richtige Logik.
Ok, soweit, so gut.
Was ich nicht verstehe ist, dass diese Eltern nicht sehen, dass irgendetwas nicht stimmen kann an dieser Trageweise. Die Babys hängen förmlich, die Beine baumeln, alles ist so instabil, dass oftmals noch abgestützt werden muss. Es sieht schon unbequem aus. Und es ist weder kuschelig für den Nachwuchs, noch für die Eltern. Eigentlich müsste da doch ganz instinktiv der Gedanke aufkommen, dass es so nicht optimal sein KANN.
Und heute in der Manduca erst recht – das Kind wurde irgenwie reingequetscht, war total überspreizt, hat auch gejammert und Mama musste die ganze Zeit festhalten.
Ich habe überlegt, ob ich sie anspreche. Das ist immer so eine heikle Sache und es kommt auf die Situation an. Weihnachtsmarkt auf dem Moritzhof: Eltern kommen mit Gruseltrage rein – ok, da kann man schnell einen vorsichtigen Ansatz finden. Aber ungefragt Ratschläge zu geben, ist immer schwer.
Zumindest habe ich genau an dieser Stelle wieder bereut, nicht schon längst meinen geplanten Trippel-Trappel-Du-trägst-das-ist-toll-aber-bitte-richtig-Flyer umgesetzt UND dabei zu haben (ich weiß, dass es den Anti-nach vorn-Tragen-Flyer gibt, ich hätte gern einen angepassten für Magdeburg und für mich :-) ).

Also in dem Sinne: Niemals – egal in welcher Trage – ein Baby vorn mit dem Gesicht in Laufrichtung tragen. Immer mit dem Gesicht zum Körper!

Und auch immer daran denken – Eltern sind auch nur Menschen und handeln nach bestem Wissen und Gewissen. Aber manchmal fehlen eben die geeigneten Informationen.

Deshalb gilt: Wann immer es möglich ist – tragt euer Kind (und zwar richtig) und lebt das richtige Tragen vor! Das kuschlige, bequeme, gesunde …

Danke :-)

... und wie trägt Mama Affe? So jedenfalls nicht!

… und wie trägt Mama Affe? So jedenfalls nicht!

Urlaub vorbei und auch gleich Neuigkeiten

30. August 2011

Da bin ich wieder :-)

Na, wer von euch war auch an der Ostsee? Ihr müsstet strahlenden Sonnenschein gehabt haben, denn den Regen haben wir ja schon komplett aufgebraucht :-)

Pünktlich am 12.08., einen Tag vor meinem Geburtstag, „überraschte“ mich dann auch die Volksstimme mit einem Artikel über den Babyprotector (hier die Onlineversion). So neu ist das Thema für mich nicht, hatten wir doch schon auf RichtigTragen.de am 22.07. darüber berichtet und das gute Stück auch ziemlich auseinandergepflückt.

Ein solcher Bericht in der Lokalpresse hat ja doch auch immer Gewicht. Deshalb konnte und wollte ich das Thema nicht unkommentiert lassen. Die Volksstimme war auch wirklich so nett und druckte bereits am 17.08. meinen Leserbrief zu diesem Artikel – komplett und ungekürzt! Vielen Dank dafür.
Den Artikel findet ihr hier als PDF (Klick auf  Bild):

Leserbrief Volksstimme 17.08.2011

„Und ich fächere Dich dann wieder ab …“

11. Dezember 2010

Kleiner Nachtrag:

Gestern durfte ich im Rahmen des Sachkundeunterrichts in einer 3. Klasse etwas zum Stillen und Tragen erzählen. Eigentlich war eine Schulstunde dafür eingeplant (45min) letztlich wurden es 2,5 Zeitstunden. Es war wirklich super und hat großen Spaß gemacht. Die Kinder waren sehr interessiert und offen. Natürlich haben dann alle noch die diversen Puppentragen ausprobieren dürfen, die ich dabei hatte. Auch die Jungs waren fleissig dabei und haben das Tragen getestet.
Die Kinder, welche bereits eine Trage ausprobiert hatten, haben dann gleich den anderen beim Anlegen geholfen. Viele waren sehr am Tragetuch interessiert. Ein leise gemurmeltes „diese Seite müssen wir noch etwas auffächern“ wurde prompt von einer kleinen Helferin mit „Und ich fächere Dich dann wieder ab .. .“ quittiert. Schöööön!